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Tantra-Literatur


Die folgende Liste steht in Bezug zu den von mir angebotenen Übertragungen und Ausbildungen. Es handelt sich hier nur um eine kleine Auswahl. Zu jeder Übertragung bzw. den Jahrestrainings und den mehrjährigen Ausbildungen gebe ich eine je nach Vorkenntnissen und Zeitbudget zusammen gestellte Literaturliste.

Hinduistisches Tantra

Jan Fries: Kālī-Kaula, London 2010, ISBN 978-1-905297-37-5 Dieses Werk gibt einen Überblick über das gesamte Hindu-Tantra, es ist von einem Praktiker geschrieben und zeugt von Praxiserfahrung, zugleich bezieht es sich aber auf die Quellen der Tantras und hält geisteswissenschaftliche Standards ein, somit hat das Buch eine Ausnahmeposition. Nebenbei ist es unterhaltsam geschrieben und enthält eine Bibliografie, sowohl Quellen als auch Sekundärliteratur, diese ist ein guter Einstieg in weitere Studien. Für alle Hindu-Tantras als Einstiegslektüre empfohlen.

Gudrun Bühnemann: Forms of Gaṇeśa, Institut für Indologie, Wichtrach 1989. Quelltext zu den Gaṇeśa-Tantras

Vijñāna Bhairava – Das göttliche Bewusstsein. ISBN 978-3458720065. Sehr gute Darlegung der nondualen Sichtweise und Praxis im kashmirischen Shivaismus. Übersetzt (direkt von Sanskrit ins Deutsche) und sehr gut kommentiert von Bettina Bäumer, einer Schülerin von Swami Lakshmanjoo:

Swami Lakshmanjoo: Kashmir Shaivaism / The Secret Supreme, Delhi 2003, ISBN 1-58721-506-3. Guter Überblick über den kashmirischen (tantrischen) Shivaismus, von einem der wenigen Meister und Linienhalter des 20. Jahrhunderts verfasst.

Paul Eduardo Muller-Ortega: The Triadic Heart of Shiva. Kaula Tantricism of Abhinavagupta in the Non-Dual Shaivaism of Kashmir, New York 1989. ISBN 0-88706-786-7 (oder -787-5, pbk.) Gute Einführung von einem Kenner anhand eines Quelltextes.

Abhinavagupta: The Kula Ritual. As Elaborated in Chapter 29 of the Tantrāloka. Delhi 2006, ISBN 81-208-1979-9. Editiert und übersetzt von John Dupuche. Abhinavagupta war das größte Genie in der Geschichte des kashmirischen Shivaismus, sein riesiges Tantrāloka, von dem wir hier nur ein Kapitel, allerdings ausführlich kommentiert, in Händen halten, war nur eines von vielen Werken. Keine leichte Lektüre, aber unverzichtbar für alle, die in die Kula-Tantras tiefer eindringen wollen.

Shaman Shatley: The Brahmayāmalatantra and Early Śaiva Cult of Yoginīs, Dissertation, University of Pennsylvania, 2007. Das Bhramayāmala ist ein frühes shivaitisches Tantra, der Autor übersetzt jene Teile davon, die mit dem Kult der Yoginīs in Verbindung stehen. Dieser Kult spielt auch in den buddhistischen Yoginī - bzw. Muttertantras eine Rolle. Unverzichtbar für alle, die sich auf die Spuren der Muttergöttinnen, Yoginīs und Ḍākinīs in den frühen Tantras begeben wollen.

Buddhistisches Tantra

Keith Dowman: Masters of Mahāmudrā: Songs and Histories of the Eighty-Four Buddhist Siddhas. New York 1986, ISBN 978-0887061608. (Die deutsche Ausgabe ist vergriffen, teuer im Antiquariat erhältlich). Die 84 Mahāsiddhas (buddhistische in der Mehrheit, aber einträchtig in diesem Band mit ein paar Hindu-Siddhas, auch einige weibliche Siddhas) stehen am Anfang vieler tantrischer Übertragungslinien. Ihre Biografien sind eine der wenigen Quellen aus der Frühzeit der Tantras: Jede Instruktion individuell von Mund zu Ohr, angepasst an die Eigenschaften des Suchenden.

The Lotus-Born: The Life Story of Padmasambhava. Recorded by Yeshe Tsogyel. ISBN 978-9627341550. Padmasambhava war einer der bedeutendsten Meister der buddhistischen Tantras, er brachte diese von Indien nach Tibet. Seine Lebensgeschichte ist voller Magie, sie ist ein wesentlicher Schlüssel zum Verständnis der Frühzeit der Tantras. Die verschiedenen Arten von Praxis, die sich auf die Verwirklichung von Padmasambhava richten, sind wesentliche Methoden auf allen Ebenen der äußeren und inneren Tantras.

Dudjom Rinpoche: The Nyingma School of Tibetan Buddhism: Its Fundamentals and History. Dieses maßgebende Werk, mit Anmerkungen, Register, Bibliografie hunderter darin zitierter Werke, mehr als 1500 Seiten, enthält im ersten Teil eine klare Darstellung der drei inneren Tantras der Nyingma-Tradition, der ältesten tibetischen Tradition von buddhistischem Tantra: Mahayoga für die Erzeugungsphase, vor allem der komplexen Mandalas der acht Herukas, Anuyoga für die Vollendungsphase inklusive der Vereinigungspraxis (verschlüsselt angedeutet), Ati-Yoga bzw. Dzogchen mit den Unterabteilungen Geist-Klasse, Raum-Klasse, Klasse der esoterischen Instruktionen. Der zweite, längere Teil ist eine Sammlung von Biografien der Meister dieser Tradition.

David. B. Gray: The Cakrasamvara Tantra, A Study and Annotated Translation. New York 2007, ISBN 978-0-9753734-6-0. 150 Seiten gründliche Einführung, gefolgt von einer äußerst präzisen, mit ausführlichen Fußnoten versehenen Übersetzung. Unverzichtbar für das buddhistische Mutter-Tantra.

G. W. Farrow, I. Menon: The Concealed Essence of the Hevajra Tantra, Delhi 1992/2001, ISBN 81-208-0911-4. Enthält eine vollständige Übersetzung des “Wurzeltantra” von Hevajra zusammen mit einem alten Kommentar. Unverzichtbare Quelle für alle Praktizierenden von Hevajra, einem wichtigen Anuttara- bzw. Yogini-, Mutter-Tantra.

Vajrakīla-Trilogie von Martin Boord:
Der britische Gelehrte und Yogi Martin Boord hat in Jahrzehnte währender Arbeit die zentralen Texte zum Vajrakīla-Tantra (oft fälschlich Vajrakilaya genannt) erforscht und übersetzt, besonders einen alten Kommentar (Bum Nag, die „100 000 schwarzen Verse“, von Padmasambhava u. a.) und umfangreiche Praxistexte, vor allem aus der Tradition der „nördlichen Schätze“. Die Titel der drei Bände lauten:
Gathering the Elements, A Roll of Thunder from the Void, A bolt of Lightning from the Blue.
Diese drei Werke sollten von allen gründlich studiert werden, die Vajrakīla praktizieren. Bibliografische Angaben, ausführliches Inhaltsverzeichnis und Bestellmöglichkeit auf der Webseite des Verlags: Wandel Verlag

Keith Dowman: Eye of the Storm: Vairotsana's Five Original Transmissions. ISBN 9994664484. Bedeutende Dzogchen Texte von Vairotsana, einem frühen tibetischen Dzogchen-Meister. Dowman ist Gelehrter & Praktizierender gleicherweise.

John Reynolds: The Golden Letters. New York 1996, ISBN 1-55939-050-6. Frühe Dzogchen Texte und Kommentare dazu übersetzt und erläutert von einem Gelehrten & Yogi.

Elizabeth English: Vajrayoginī: Her Visualisations, Rituals and Forms. Boston 2002, ISBN 978-0861713295. Quellenwerk zur Praxis der Vajrayoginī, einer wichtigen buddhistischen Ḍākinī-Praxis.

Adelheid Herrmann-Pfandt: Ḍākinīs: Zur Stellung und Symbolik des Weiblichen im tantrischen Bud­dhismus . Phil. Diss. Univ. Bonn, 1990. Bonn: Indica et Tibetica Verlag, 1992, direkt über die Autorin erhältlich: dakini.de




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