helmut poller tantra wien
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Liste der Tantra-Methoden, die ich verwende


Hier folgen ein paar Worte zu jeder der Methoden, die ich meistens verwende, die Aufzählung ist nicht vollständig. Es gibt noch viele weitere Methoden, die ich nur ab und zu in speziellen Fällen verwende. Die Übertragung, die sie in Wien erhalten können, kann eintägig oder zweitägig erfolgen, das ist in Klammer vermerkt (1) oder (2).


Hinduistische Lehrsysteme


Gaṇeśa, Sadhanas der tantrischen Formen nach dem Vidyārṇavatantra und anderen. Gaṇeśa scheint oberflächlich betrachtet eine Gottheit des materiellen Wohlstands zu sein (indische Geschäftleute haben nicht selten eine Gaṇeśa-Statue im Tresor), aber wie so oft gibt es viel tiefgründigere und geheime Aspekte dieser Praxis, die allgemein zum Entfernen jeder Art von Hindernissen und Hemmungen dient. (nur 1)

Linkshändiges Tantra, Vāmamārg, mehr zu diesen im Westen meistens sehr falsch dargestellten Lehren hier: Was ist linkshändiges Tantra?
Linkshändiges Tantra beinhaltet Sadhana-Praxis, welche geheime Erscheinungsformen der Devi bzw. Shakti anruft, diese vermitteln magische Fähigkeiten. Linkshändiges Tantra unterdrückt die Emotionen nicht, auch nicht die üblicherweise als negativ empfundenen. In einer fortgeschrittenen Phase sind sexuelle Rituale Teil der Praxis. Nicht mit Tantra-Gruppen zu verwechseln, siehe dazu: Tantra, Neo-Tantra und die Synthese. (1 oder 2)

Kashmirischer Shivaismus, das Trika-Lehrsystem, dazu gehört auch das im Westen bekannt gewordene Vijñāna Bhairava, ein "Āgama" (Meditationsanweisung, später wurde dafür der Begriff Tantra verwendet). Der Text enthält über hundert sehr kurze Meditationsanweisungen, sehr gut brauchbar, um direkt das nonduale Bewusstsein zu erfahren - hier als Zustand Shivas bezeichnet. (1 oder 2)

Buddhistische Lehrsysteme


Padmasambhava, der Großmeister des buddhistischen Tantra (800 n. Chr.), Praxis der acht Erscheinungsformen (jede ist für eine Sammlung von Lehren zuständig), Padmasambhava als Medizinbuddha, geheime, besonders energetische "zornvolle" Erscheinungsformen, Meister der buddhistischen sexuellen Praktiken (Karmamudrā), Praxis der Anrufung von Mandarava und Yeshe Tsogyal (Gefährtinnenn von Padmasambhava). Das Sadhana erweckt den "inneren Guru", das lenkende und leitende Prinzip in spirituellen, aber auch in weltlichen Angelegenheiten. (1 oder 2)

Vajrakīla, eine dreigesichtige, sechsarmige Gottheit in sexueller Vereinigung mit Dīptacakra, das Hauptattribut ist ein magischer Dolch (kīla) zum Kontrollieren von Dämonen und destruktiven Kräften aller Art. Die Praxis enthält die Erzeugung von Vajrakīla und des Mandalas von 51 Gottheiten (Maha-Yoga), die Praxis des Energiesystems und der Vereinigung (Anu-Yoga), die nonduale Weisheit (Ati-Yoga)und die Riten der vier magischen Aktivitäten. Für Beginner, welche nur bestimmte Hindernisse entfernen wollen, ohne den ganzen Zyklus praktizieren zu wollen, gibt es auch eine kurze Praxis. (1 oder 2)

Hevajra, eine Gottheit des "Mutter-Tantra", verbunden mit 15 Yoginis, eine zornvolle Manifestation des nondualen Bewusstseins, Hevajra taucht den Geist direkt in die Nondualität ein, die Energie ist weiblich-lunar, so eine Art indische Variante des Hexensabbath, die Praxis des feinstofflichen Energiesystems und der Vereinigung ist besonders betont, der Quelltext enthält viele magische Techniken. Auch hier gibt es eine einfache kurze Praxis und eine ausführliche mit dem ganzen Mandala. (1 oder 2)

Simhamukha, die löwenköpfige Ḍākinī, umgeben von einem Mandala größtenteils tierköpfiger Ḍākinīs. Die Ḍākinī ist der zornvolle weibliche tantrische Buddha, im Fall der Simhamukha handelt es sich um eine Praxis, die Rituale zur Auflösung von traumatischen Erfahrungen, Flüchen und dergleichen enthält. Die tierköpfigen Ḍākinīs stammen aus indischen schamanischen Quellen, heute noch sehr rudimentär in Nepal erhalten. wehr Es gibt eine einfache Praxis, eine Praxis mit den abwehrenden oder auflösenden Aktivitäten und eine Mandala-Praxis mit 59, größtenteils tierköpfigen Dakinis. Mehr zur Funktion buddhistischer Dakinis. (1 oder 2)



Mandala der Simhamukha, aus Farbpigmenten gestreut von Bhagamalini

Karmamudrā, dieser Begriff umschreibt die Praxis der sexuellen Vereinigung. Ich habe dafür ein eigenes Jahrestraining entwickelt, welches eine zweitägige Einweihung enthält: Karmamudra-Projekt und Karmamudra-Jahrestraining

Mahamudrā ("Großes Symbol") und Dzogchen (tib., "Große Vollkommenheit"), die beiden nondualen Lehren des buddhistischen Tantra. Beide Lehren können nur auf einem strikt individuellen Weg von Lehrer zu Schüler persönlich übertragen werden. (Mahamudra ist in Hevajra und Kurukulla enthalten. Dzogchen ist in Simhamukha, Vajrakila und Padmasambhava enthalten, kann aber auch allein und unabhängig davon mit weiteren Übungen übertragen werden, 1 oder 2-tägig)


Gemischte Systeme aus Nepal


Buddhistisches und hinduistisches Tantra haben sich in der Zeit des Entstehens intensiv gegenseitig beeinflusst und befruchtet, vor allem kann immer wieder beobachtet werden, dass hinduistische Praktiken direkt in buddhistische Tantras importiert wurden, manche berühmten buddhistischen Tantras wie zum Beispiel Chakrasamvara sind ohne die älteren Shiva- bzw. Shaktitantras überhaupt nicht denkbar. Unter den von mir übermittelten Methoden gibt es etliche, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen, bei manchen nepalesischen Meistern ist sogar ein nahtloser Übergang zwischen den beiden Welten beobachtbar:

Bhairava ist eine wilde Erscheinungsform von Shiva, in Nepal sehr häufig zu sehen, hat eine starke Verbindung zum buddhistischen Lehrbeschützer Mahākāla. (nur 1)

Sarasvatī, die hinduistische Göttin des Lernens, kommt im Buddhismus unverändert vor. (nur 1)

Vārāhī, eine wildschweinköpfige wilde Göttin, wird im Buddhismus zur Vajra-Vārāhī, das Wildschwein symbolisiert das Nicht-Unterscheiden zwischen Rein und Unrein, ein wesentliches Kriterium des linkshändigen Tantra. (nur 1)

Kurukulla, ursprünglich eine alte indische Liebesgöttin, wurde unverändert in die buddhistischen Praktiken als Göttin der roten, faszinierenden magischen Aktivität übernommen. Kurukulla taucht auch als einer der Namen der Mahādevi in bestimmten linkshändigen Zusammenhängen auf. In nepalesischen Manuskripten sind noch die umfangreichen Kubjika-Tantras erhalten, die früher in ganz Indien verbreitet waren, Kurukulla hat dazu eine Verbindung. (1 oder 2)


Kurukulla, gemalt von Bhagamalini, private Sammlung

Welche Methode ist die Richtige für mich, wie kann ich sie erlernen?


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